Jittergram vs. Gifture – Die Rückkehr der flackernden Bilder

Nachdem ich schon fast die Hoffnung hatte, dass animierte Gif-Dateien endgültig im Aussterben begriffen sind, erleben diese ein unerwartetes Revival.

Die Programme, denen wir das zu verdanken haben, kommen mit etwas unbeholfenen Namen wie Gifture und Jittergram daher.

Die grundlegende Funktion ist ganz einfach: mit der iPhone- bzw. iPad-Kamera eine Bilderserie aufnehmen und diese vom Programm automatisch zu einer Gif-Animation zusammenfügen lassen.


Jittergram (v1.01)

Funktion

  • Serienbildaufnahme
  • Stereogramm (Aufnahme von 2 Fotos)
  • Export als Gif-Datei

Exportmöglichkeiten

  • Twitter
  • Verschicken per Email
  • Speichern in der Kamerarolle, wobei diese statt der animierten Gif-Dateien nur ein Standbild darstellt

Stärken

  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Keine Anmeldung notwendig
  • Bei der Serienbildaufnahme wird das jeweils letzte Bild halbtransparent in der Kameraansicht eingeblendet

Schwächen

  • keine Bildauswahl
  • Keine weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten
  • Keine Community / Soziales Netzwerk
  • Wenig Exportmöglichkeiten
  • Große Dateien
  • Auswahl der Dateigröße nur beim Versenden per Email möglich

Jittergram in iTunes ansehen


Fazit

Sehr einfaches Programm zum Erstellen von Gif-Animationen, dass aber zu wenig Funktionen aufweist um zu Überzeugen.
Bei der Aufnahme längerer Sequenzen dauert es oft mehrere Sekunden, bevor ein Bild zwischengespeichert ist. Bei 20 oder mehr Einzelbildern reagiert des Programm extrem träge.
Die exportierten Dateigrößen liegen oft bei 3-5 MB.


Gifture (v1.01)

Funktion

  • Automatische Serienbildaufnahme (2, 5, 10, 20 Bilder)
  • Manuelle Serienbildaufnahme
  • Farbfilter mit Vorschaufunktion
  • Abspielgeschwindigkeit wählbar (1-10 Frames / Sekunde)
  • Soziales Netzwerk mit Feeds, Follows, Likes & Kommentaren,
    populären Giftures, etc.

Exportmöglichkeiten

  • Twitter
  • Facebook
  • Gifture
  • Speichern in der Kamerarolle
  • Link per Email verschicken

Stärken

  • Gute Serienbildfunktion
  • Bildauswahl
  • Farbfilter mit Vorschaufunktion
  • Giftures können in der Kamerarolle als Videosequenzen (.mov) gespeichert werden

Schwächen

  • Anmeldung mit Email Adresse / Facebook oder Twitter notwendig
  • Ignoriert Einstellungen – Push-Benachrichtigungen werden nach Programmstart aktiviert, auch wenn man sie vorher deaktiviert hat
  • Fragwürdiger Umgang mit Nutzerdaten
  • Lokalitätsdienste müssen aktiviert sein, um auf gespeicherte Fotos zuzugreifen

Gifture in iTunes ansehen


Fazit

Mit Gifture lassen sich schnell und unkompliziert Gif-Animationen erstellen. Die Serienbildfunktion ist äußerst schnell und kann mehrfach nacheinander ausgeführt werden, so dass auch Aufnahmen mit über 100 Frames kein Problem darstellen.

Gifture ist eine App mit Potenzial. Mit Benutzerdaten- und Einstellungen sollte umsichtiger umgegangen werden. Ich habe mich z.B. mit meinem Facebook Konto eingeloggt und das Programm hat danach ohne mein Zutun und ohne meine Zustimmung mein Twitter Konto aktiviert. Das ist gelinde gesagt problematisch.

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